Inflationsrechner
Berechnen Sie, wie die Inflation Ihre Kaufkraft über die Jahre verringert.
Was Inflation für Ihr Geld bedeutet
Inflation ist der stille Vermögensfresser. Wenn die Preise steigen, sinkt die Kaufkraft Ihres Geldes — auch wenn der Kontostand gleich bleibt. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von 2 % pro Jahr an. Das klingt wenig, aber über 20 Jahre verliert Ihr Geld bei 2 % Inflation ein Drittel seiner Kaufkraft.
In Deutschland lag die Inflation 2022 bei über 8 % — ausgelöst durch Energiekrise und Lieferkettenprobleme. Mittlerweile hat sie sich wieder normalisiert und liegt 2024 bei etwa 2,5 %. Historisch betrachtet lag die durchschnittliche Inflation in Deutschland bei rund 2–3 % pro Jahr. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht monatlich den Verbraucherpreisindex (VPI), der die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs misst.
Für Sparer ist Inflation besonders tückisch: Wenn Ihr Sparkonto 1 % Zinsen bringt, die Inflation aber bei 2,5 % liegt, verlieren Sie real 1,5 % pro Jahr. Das nennt man negative Realverzinsung. Um Ihr Vermögen real zu erhalten, muss Ihre Rendite mindestens die Inflation ausgleichen.
Verschiedene Anlageformen bieten unterschiedlichen Inflationsschutz. Immobilien und Aktien gelten als gute Sachwerte, deren Wert langfristig mit der Inflation steigt. Anleihen und Festgeld sind anfälliger für Inflation. Inflationsindexierte Bundesanleihen bieten direkten Schutz, sind aber in der Rendite begrenzt.
Ein praktisches Beispiel: Wer heute 100.000 Euro auf dem Girokonto liegen hat und 20 Jahre wartet, hat bei 2,5 % Inflation nur noch eine Kaufkraft von etwa 61.000 Euro. Fast 40.000 Euro Kaufkraft gehen verloren — ohne dass der Kontostand sich ändert. Deshalb ist es so wichtig, Vermögen renditestark anzulegen.